Wo ist deine Heimat?

Shownotes

Annemarie wird irgendwann den Hof, aber wohl nie mehr die Uckermark verlassen. Ob die Uckermark mittlerweile ihre Heimat ist und was Gissi an Bayern vermisst, darum geht es in dieser Folge.

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👩🏻‍🌾 Über Annemarie: Annemarie ist Bäuerin, Mama, Influencerin, Freundin, Frau und einfach ein bemerkenswerter Mensch. Wenn ihr wissen wollt, wie ihr Alltag zwischen Kindern, Kühen und Kampagnen aussieht, dann könnt ihr sie bei Instagram verfolgen oder natürlich jeden Sonntag  "Bei Paulsen" hören. Instagram: https://www.instagram.com/biohof_paulsen/?hl=de

🎙️ Über Gissi: Gissi moderiert, konzipiert und recherchiert hauptberuflich. Jetzt in der Stadt und Medienwelt zuhause, hat sie ihre Kindheit und Jugend auch auf dem Land verbracht und ist, wie Annemarie, auf einem Bauernhof groß geworden. Im Podcast ist sie euer Sprachrohr, bringt eure Fragen mit und lotst durch die Folgen. Instagram: https://www.instagram.com/gissiwinkler/?hl=de

Host: Annemarie Paulsen Co-Host: Gissi Winkler Technische Betreuung, Schnitt & Mix: Alexander Stößlein Außerdem an diesem Podcast beteiligt: Amelie Kern, Lisa Golinski, Julia Bär & die ganze Mit Vergnügen-Podcast Crew

Werbepartner: SIMon mobile: Neukunden erhalten bei Eingabe des Gutscheincodes PAULSEN10 auf simon.link/paulsen oder in der App für 6 Monate monatlich 10GB geschenkt. Die Aktion ist bis zum 06.07.2026 gültig.

Voelkel RAW-Getränke – lebendig fermentiert, darmfreundlich, wenig Zucker. ⚠️ Nicht für Schwangere/Stillende: voelkel.bio/produktart/kombucha

(00:00): Schleswig Holstein und Uckermark (06:20): Stammtische und Dorfverein (16:00): Gissi und die Musik (17:10): Zurück nach Schleswig Holstein? (18:40): Angst vorm Einheiraten auf den Hof (23:15): Familie vor Betrieb (28:20): Loslassen und Freiheit (33:45): Berliner in der Uckermark

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00:00:03: Hallo, es ist

00:00:04: wieder Sonntag.

00:00:04: Wir sind bei mir in der Küche und wir probieren heute ... Gehst du das auch da?

00:00:09: Ich bin auch da!

00:00:10: Gehst die auf?

00:00:11: gar nicht nur.

00:00:13: Ganz selbstverständlich.

00:00:14: Ich wollte jetzt den Frappe machen.

00:00:16: Wissen Sie hier?

00:00:17: Haben wir in der letzten Frage drüber gesprochen, dass mir der Bevorsteht.

00:00:21: Ich dachte ich hätte noch dieses altmodische Handgerät hab' ich nicht.

00:00:26: Bin voll modern, ich habe so einen Elektrischen.

00:00:30: So geht's dir.

00:00:30: Rauscht jetzt ein bisschen.

00:00:32: Der hört automatisch auf.

00:00:33: Schäumt der jetzt auch?

00:00:37: Ich hab das ja noch nie getrunken, dass

00:00:38: ich nicht bin gespannt.

00:00:40: Wahrscheinlich klappt's nicht, aber wir lassen alles auf uns zukommen.

00:00:44: Während der Flappee seinen Dienst leistet ...

00:00:49: Schnort hinter uns!

00:00:51: Darfst du gerne die Bauernregel dieser Folge verkünden?

00:00:54: Es braucht ein Reinwachsen, einen Wurzelschlag und ein Erblühen bis man richtig gefestigt ist.

00:00:59: Ja, das kam ursprünglich von dem Rehe, wo du über deine Mutter dolläugig gesprochen hast.

00:01:07: Darum soll es heute gar nicht so sehr gehen.

00:01:09: Ich hab's eher ein bisschen mitgenommen, weil es heute um deinen Wohnort geht und da braucht er auch einen Wurzel schlagen ... Du meinst aber

00:01:17: jetzt oder um mein Gebürtigen?

00:01:19: Es geht glaub ich um beides!

00:01:20: Du kannst ja erst mal ganz kurz erzählen, wo kommst du her und wo bist du?

00:01:28: Wir beide haben da ja auch Lebensparallelen.

00:01:30: Ja, dass man woanders

00:01:32: guckt?

00:01:34: Ich komme aus Schleswig-Holstein genau in der Mitte von Hamburg und Kiel.

00:01:39: Wenn ich sage Bahnhochstation Wrist Da müssen andere, ja weiß ich.

00:01:42: Aber da komme ich nicht her!

00:01:44: Ich komm nicht aufs Brisch, aber das ist der nächste Bahnhof aus dem ganz kleinen Örtchen.

00:01:48: Das hat mehr Kühe, mehr alles als Einwohner ... Was waren die Zerstands?

00:01:52: Ach mann Siebzig-Einwohner oder so was, also ein ganz kleines Dörfchen.

00:01:55: Und hier lebe jetzt seit des Jahrzehntes Jena Uckermack.

00:01:59: Ja und würdest du sagen, du hast dir schon Wurzeln geschlagen?

00:02:08: Also es ist ja so... Jetzt wo ich gerade wohne, hier auf dem Bauernhof Ich werde dich ja nicht immer wohnen bleiben.

00:02:14: Das ist so ein bisschen ... das denke ich zumindest, ne?

00:02:18: Weil wir wohn hier, weil unser Unternehmen ist, weil jeder Bauernhof ist und es kann sein, dass wir in den fünfundzwanzig Jahren den Hof schon wieder übergeben.

00:02:28: Und ob ich dann hier wohnbleibe oder nicht, keiner übernimmt den Hof!

00:02:32: Also meine Zukunft meines Wohnortes oder meiner Heimat ist noch nicht ganz klar.

00:02:38: Deswegen, ich hab hier Wurzel gestangen.

00:02:40: Allein wegen der Kinder, die ich auch geboren habe ... Das ist so eine Sache, die hab ich mal mit Martin gesagt.

00:02:45: Um eine Sache um die ich für mich alleine hab.

00:02:48: aber worum ich irgendwie Martin und meine Kinder beneide?

00:02:52: Weil meine Kinder und Martin haben das Gleiche aufwachsen an dem gleichen Ort.

00:02:56: also Martin ist hier groß geworden und meine kinder sind hier großgeworden.

00:02:59: Die werden diese Straßen, diese Orte, die werden alles anders kennen als ich es jemals kennenlernen werde.

00:03:05: Verstehst du, was ich mein?

00:03:07: Und genauso hab' ich aber meine Heimat für

00:03:11: mich.".

00:03:11: Also da ist so ein bisschen ... Ich kräte das mit meiner Mutter auch mal und habe gesagt, Mensch Mama, die kommt aus Dittmarschen!

00:03:20: Ich kenn Ditt-Marsch nicht wie du.

00:03:23: Sie meinte ja, das gehört mir.

00:03:25: Das ist irgendwie ihre Kindheit in ihrer Heimat.

00:03:27: also deswegen fällt mir das jetzt wo zu schlagen Ja Oberirische, aber dass sie so eine dicke Eiche wächst.

00:03:35: Weißt du?

00:03:35: Das ist es noch nicht!

00:03:37: Aber hättest du dir manchmal gerne gewünscht, dass deine Kinder so aufwachsen wie du es hattest?

00:03:43: Du meinst jetzt von der Ortschaft

00:03:44: her?

00:03:44: An dem Ort ja...

00:03:47: Nee ich hatte kein... Also da wo ich... Der Bauernhof, auf dem ich groß geworden bin, der hat wirklich keinen Nachbarn.

00:03:56: Das ist schön, ich hab ja auch keine Nachbarn.

00:03:58: Aber die Kinder können zu Fuß ins Dorf.

00:03:59: Da ist gleich ein Spielplatz, da sind gleich andere Kids.

00:04:02: Ich benahe meine Kids jetzt tatsächlich, weil die kommt nach Hause, meine zwei Großen ... Mama, wir sind weg!

00:04:08: Die fahren mit dem Fahrrad ins Dorff und da sind welche.

00:04:10: Mein Dorf?

00:04:12: Es waren einfach nur Häuser.

00:04:15: Hast du so eine Dörfer vielleicht vor Augen?

00:04:17: Da steht mein Haus, es gibt keinen Dorfplatz, es ist nicht da, wo mehrere Häuser ... Einer in meinem Dorf hat ein Nachbarn.

00:04:23: Weißt du, was ich mein?

00:04:24: Und da gab's kein Dorfplatz, gar nichts!

00:04:27: Das nächste Dorf war schon wieder zu weit, das war eine andere Hut.

00:04:30: Da gehst du nicht hin, du kommst hier von hier.

00:04:33: Du wirst aber trotzdem sagen es gab dort einen Dorfgemeinschaft.

00:04:36: Die Paarhäuser haben sich doch zusammengetan.

00:04:41: Als ich alleine im Main aufwachsen, also in der Zeit, an die ich geboren bin bis jetzt ist ... Es glaub' ich, es glaub' Milchbauern.

00:04:53: Und jetzt gibt's noch einen?

00:04:54: Also, die Gemeinschaft war da wegen den Bauern ganz viel und die haben Steilkick gemacht.

00:04:59: Da ist man von einem Bauern zum nächsten, hat in den Hof geguckt oder Steil geguckt und man hat sich immer zusammengesetzt.

00:05:05: Es gab eine Kneipe bei uns im Dorf.

00:05:07: Mein Vater hat gesagt, er hat sein ganzes Lehrgeld gelassen so!

00:05:11: Das gabs ja alles schon ... Bei mir ist das alle schon als ich groß geworden bin zusammengebrochen.

00:05:18: Natürlich kann man sich im Dorf, man macht doch was.

00:05:20: Also in dem Dorf wo ich herkomme und da gibts auch immer noch einmal im Jahr so ein Dörferfest

00:05:27: usw.,

00:05:27: das gibt's alles.

00:05:29: aber es ist vielleicht dadurch dass alle doch nicht mehr von zu Hause aus arbeiten sondern wegfahren zur Arbeit ein bisschen anonymer geworden.

00:05:36: Sagen deine Eltern das auch?

00:05:38: Also fällt ihnen das auf oder haben die da so ... Tiefe Wurzeln, das ist für die gar keinen.

00:05:43: Ich spreche jetzt hier für meine Eltern aber ich glaube... Ich kann sie auch nur von den Erzählungen erzählen.

00:05:49: Das ist damals schon eine andere... Vielleicht auch der Alternativlosigkeit geschuldet war, dass man viel im Dorf zusammengemacht hat.

00:05:59: Also, man war Landwirt und Landwirte zusammen ... Und dann macht man das halt zusammen.

00:06:03: Man hilft dem da jetzt mit dem Stallbau, man hilft da jetzt sass und so.

00:06:08: Und man hat viele in Eigenleistung gemacht.

00:06:10: Man helft damals in der Ernte, da lebt man mal mit Stroh ab und sowas alles.

00:06:14: Ich glaub, das ist wesentlich weniger geworden.

00:06:16: Auch das Zusammensitzen ist weniger geworden?

00:06:19: Weil die Zeit irgendwie stressiger ist?

00:06:23: Wie ist dein Empfinden?

00:06:24: In Bayern muss es noch krasser gewesen sein.

00:06:27: Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, ich glaub da gibt's zu fünfzig Häuser und der Hof meiner Eltern ist auch wirklich im Dorf.

00:06:36: also das ist richtig eingekesselt und ich hab schon das Gefühl dass das Dorf da immer viel macht.

00:06:42: Es gab früher auch ein Wirtshaus, das gibt's jetzt nicht mehr so.

00:06:48: die Leute die das machen fallen irgendwie langsam leider aus.

00:06:53: Aber es gibt in dem Dorf noch immer so ... Es gibt zum Beispiel ein Stammtisch, wo sich irgendwie vor allem die Frauen dann treffen.

00:07:01: Kann ich spielen?

00:07:02: Oder was für einen Stammtest?

00:07:03: Ich muss ja ganz kurz ... Geht's

00:07:05: hier ein Stamptisch!

00:07:06: Das musst du jetzt kurz mal ... Weil das fühle mich immer so ein bisschen nebulos.

00:07:09: Genau also meine Mama ist zum Beispiel in einem Stammtag vom Dorf Da die treffen sich, ich weiß gar nicht wie oft.

00:07:17: Die machen auch Ausflüge und fahren dann mal nach Berlin.

00:07:21: Bei uns gibt es kleine Dorftraditionen zum Beispiel zu Weihnachten.

00:07:24: Es ist super schön.

00:07:25: Es gibt so ein Adventskalender.

00:07:27: Und da öffnet jeden Tag einen Fenster ... und ist dann in einem Märchen verzieht oder in einer Winterlandschaft.

00:07:35: Und die Kinder laufen dazu durch, müssen das neue Fenster finden quasi.

00:07:38: Im Dorf?

00:07:38: Richtig schön im Dorf.

00:07:39: Ja, das

00:07:40: ist ja krass!

00:07:41: Das organisiert zum Beispiel dieser Stammtisch... Also es ist

00:07:46: ein

00:07:47: Dorfverein?!

00:07:48: Ich muss das kurz ... Wir haben auch eine Dorfverein.

00:07:50: Es ist kein Dorferein, es ist freiwillig und da sind nicht alle ... Die Dorfene

00:07:53: ist ja auch freiwilliger?

00:07:54: Ja, bei

00:07:55: der Dorfeeine auch

00:07:57: nicht!

00:07:58: Und es sind wirklich nur die Frauen aus dem Dorf darin.

00:08:01: Das ist keine Dorfberein, also ... Das ist so ne Gruppe, die treffen sich, die essen,

00:08:09: machen Ausflüge

00:08:11: zum Teil auch hier.

00:08:12: Aber dafür sind sie, glaub ich ... nicht primär entstanden.

00:08:16: Oh Gott, wahrscheinlich sag ich was Falsches.

00:08:18: Ja,

00:08:19: aber für mich ist Feindorfer ein, den gibt's auch!

00:08:23: Ich halte mich jetzt an dem Wort Stammtisch auf, okay?

00:08:25: Weil für mich das Wort etwas Sassaris resultiert, da waren welche Kegeln und die sitzen danach noch zusammen.

00:08:31: Das ist der Stammtest, der kommt jeden Freitag ab zum Kegeln.

00:08:33: Was ist ein Stammtesch ganz genau?

00:08:35: Weil das, was du mir gerade erzählst, tangiert hart unser Dorferein.

00:08:41: Also, ich versteh grad nicht.

00:08:42: Weißt du was ich mein?

00:08:43: Ich brauch grad eine andere Differenzierung.

00:08:45: Was ist ein Stammtisch wirklich und was ist ein Dorfverein?

00:08:47: Weil dein StammTisch ...

00:08:48: Ist bei euch der Dorferein!

00:08:50: Ja genau weil du sagst die machen mit den Organisern was für's Dorf, die engagieren sich da irgendwie ehrenamtlich fürs Dorf.

00:08:55: Und für mich in meiner Wahrnehmung vielleicht ist das ja aber auch falsch is'n Stammtest was freiwillig ist.

00:09:00: Wo man ähm... Entschuldigung natürlich einen Dorf vereinen auch nie wird keiner gezwungen.

00:09:04: Irgendwie ist hier was für Stoffzungen.

00:09:06: Was hobbymäßiges wo man sich mit Leuten die ein gleiches Hobby haben zusammensetzt und danach noch über Freizeit redet.

00:09:13: So wollte ich das sagen, so wollte ich es sagen!

00:09:14: Also okay du meinst quasi bei einem Stammtisch fehlt... also braucht es immer so'n gleiches Hobbie?

00:09:20: Ja

00:09:21: genau was die alle verbinden warum haben sie sich

00:09:23: zusammengesetzt?!

00:09:25: Ich glaube einfach wie du schon sagst aus dem Ding ist gibt's sonst auch vielleicht nicht so viel und es ist irgendwie schön das Dorf besser zu kennen.

00:09:33: aber es ist schon eher freundschaftlich als jetzt.

00:09:35: so Dorf nur so Nachbarschafts.

00:09:39: Aber ich weiß, was du mit dem Stammtisch meinst.

00:09:42: Ich glaube, ich weiß gar nicht, ob es den heute noch gibt.

00:09:44: Da gab's in diesem Dorf auch einmal so ein Kegel-Stammtische?

00:09:47: Siehst du ...

00:09:49: Aber so Tischkegel!

00:09:50: Nicht kängeln.

00:09:51: Ja, was ist denn

00:09:51: Tischkegeln?

00:09:53: Kennst du nicht, wo man so eine Tischkeglbahn hat?

00:09:55: und dann hat man wie beim Bär zu einem Stab um das kleinen Ball nach vorne.

00:10:02: Kennst du nicht?

00:10:03: Ich weiß gar nicht, ob meine Eltern so was hatten.

00:10:05: Weitest du schon losgeworden?

00:10:07: Ich weiss aber auch nicht, dass das ein generelles Ding ist.

00:10:09: Das war damals bei den Tischkegeln ... Wir hatten auch so einen zu Hause!

00:10:15: Da hab ich ewig nicht drüber nachgedacht.

00:10:17: Wie

00:10:17: dieses Sliner-Hockey kenn' ich.

00:10:19: Nee, nee, nee.

00:10:20: Also da hast du wirklich so...

00:10:21: Sorry, ich muss jetzt kurz mal die Produktion fragen.

00:10:23: Kennst Du Tischkegeln?

00:10:24: Kennst du?

00:10:25: Danke.

00:10:26: Danke, Amelie, danke Alex!

00:10:27: Die kenn's nämlich nicht.

00:10:28: Alle die zuhören schämen es euch nicht.

00:10:30: Tischgegel ist eine Sache aus Gissis-Fünfzig.

00:10:32: Vielleicht

00:10:34: ... vielleicht.

00:10:36: Ich versuch da mal noch mal ein Bild fürzufinden.

00:10:38: Vielleicht steht diese Kegelbahn sogar noch irgendwo rum.

00:10:41: Die Kegelparen

00:10:42: auch.

00:10:42: Na

00:10:42: ja,

00:10:42: die haben

00:10:43: ungefähr so die Länge von diesem Tisch auf die Breite.

00:10:45: Ehrlicherweise wär das ne gute Tischgegerin.

00:10:47: Das fühlt sich schon ganz weimelig

00:10:50: an.

00:10:50: Deswegen bin ich

00:10:53: hier so krass.

00:10:56: Und jetzt kommt die Werbung.

00:10:58: Ich hab letztens überlegt, was alles auf dem Hof rumläuft.

00:11:00: Hühner, Kühe, Marder, Tauben, Dachse, Mäuse, Katzen, Würmer ... Also es ist quasi ein Zoo!

00:11:08: Aber weißt du, was wir noch nie hatten?

00:11:10: Zebrat.

00:11:11: Nee, ein Waschbären, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass Frieda wahrscheinlich einen Riegel verschieben würde.

00:11:15: Aber eigentlich schade, denn Waschbeeren können richtig was draufhaben.

00:11:18: Wie kommst du jetzt auf den Wasch-Bären?

00:11:19: Weil wir heute Sim und Mobile als Partner dabei haben.

00:11:22: Das ist ein super flexibler Mobilfunkvertrag mit viel Datenvolumen und einem entspannten Preis.

00:11:27: Und das Maskottchen ist der frechste Waschbär überhaupt,

00:11:30: Simon!

00:11:31: Und was hat dieser Simon?

00:11:32: Der Waschberr so im Angebot?

00:11:34: Simon feiert fünften Geburtstag... ...und haut deswegen richtig was raus.

00:11:38: Er schenkt euch dauerhaft mehr Datenvolum z.B.

00:11:41: siebzig Gigabyte ab neun Euro neun neunzig im Monat oder halte ich fest, zweihundertfünfzig Gigabit ab einundzwanzig neunneunzig monatlich.

00:11:49: Dabei könnt ihr jeden Monat ganz flexibel kündigen.

00:11:51: Und top gibt's Deniz-Qualität mit Fünf G und Allnetflet!

00:11:55: Weil Simon Mobile heute bei pausen ist, haben wir für euch was rausgeholt.

00:12:00: Richtig – Neukunden halten bei der Eingabe des Scooching-Codes Pausenszenen auf simon.linkschrickschichpausen oder in der App sechspultelang zehn Gigabyte geschenkt.

00:12:11: Die Aktion ist bis zum siebten, zweitausend, sechsundzwanzig gültig.

00:12:14: Alle weiteren Infos gibts auf simmon.link schrickschtrichpausin.

00:12:18: Den Link findet ihr in den Show-Nords.

00:12:20: Vielen Dank an Sim and Mobile für die Unterstützung dieser Folge!

00:12:24: Das war die Werbung, weiter geht's!

00:12:26: Gissi... Aber wenn wir da jetzt hingehen, weil ich hab mit dem Begriff Stammtisch tatsächlich ein Problem vielleicht ist es ne?

00:12:30: Also ich möchte das wirklich sein.

00:12:31: Ja genau und dann ist es wirklich für mich tatsächlich ein problem.

00:12:33: Weil für mich ist Stammtest so Ah weißt du, da sitzt der Stamm Tisch Da, da, die sind da.

00:12:38: also es ist.

00:12:39: Ich tue mir bisschen schwer mit Stammtitel.

00:12:41: Vielleicht können wir uns einfach auch mal wirklich an dem begriff festmachen.

00:12:45: Was ist ein StammTisch?

00:12:46: Ja, genau

00:12:48: Und da sitzen die Stammgäste dran, weil sie regelmäßig da sind.

00:12:53: Dann haben die da aber nicht einen bestimmten ... Wenn die dahin gehen müssen die nichts Erfüllen.

00:12:59: Das ist nur das Stammtisch?

00:13:00: Die setzen

00:13:01: gerne ... Genau!

00:13:02: Ja genau und ein Tisch hat ja auch begrenzte Plätze.

00:13:07: Weißt du was ich mein?

00:13:10: Wenn wir jetzt so ganz bildlich sprechen.

00:13:14: Weil ich gleich immer denke, ich denk das immer gleich in solchen Sachen wie sich das anfühlt wenn man ein Standtisch hat und wenn man da reinkommt möchte.

00:13:21: also wenn sich einer bei euch im Dorf mit engagieren möchte und damit machen möchte Wie schnell kommt er in den Standtischen rein?

00:13:28: Dass er dann wirklich was machen kann, weißt du was ich meine?

00:13:30: Und wie schnell wird seine Stimme gehört?

00:13:33: Ich glaube schon schnell.

00:13:34: aber ich glaube es ist auch wieder der Unterschied zu diesem Dorfverein.

00:13:38: Und da hab ich

00:13:38: z.B.,

00:13:39: würde ich sagen, Dorfvereine sind teilweise ... Aber wir haben's immer so gemacht!

00:13:44: Wir wechseln wenig.

00:13:47: Das Sommerfest ist immer am ersten Juli.

00:13:50: Am Sonntag vom ersten Julien machen das mit Bratwurst und den Sitzbänken von Hubardt.

00:13:55: Dann kommt auch noch hier das Dixie-Clo von dem.

00:13:58: Weißt du was ich mein?

00:14:01: Das ist für mich immer ein bisschen ... Kann schnell einengt sein.

00:14:08: Ich war zu festgefahren.

00:14:09: Das ist kein Stammtisch, das ist ja ein Dorfverein.

00:14:13: Meiner

00:14:14: jetzt?

00:14:14: Genau!

00:14:14: Aber ich meine jetzt gerade bei ihr.

00:14:16: genau deswegen meine ich aber wenn du jetzt vermischt Stammtest zusammen mit die machen was fürs Dorf.

00:14:21: Das eckt bei mir gerade an.

00:14:24: Okay... Ja so habe ich das noch nie wahrgenommen.

00:14:27: Ich bin zum Beispiel auch noch nie in einem Dorferein also da bin ich einfach schon zu früh weggezogen vom Dorf ...

00:14:32: Warst du in der Ladjung?

00:14:32: Nee, ich weiß auch nicht.

00:14:37: Wo warst du deine

00:14:40: Kindheit?

00:14:41: Ich war viel in Körn und hab viel gesungen immer.

00:14:45: Ich war immer eine kurze ... Na egal!

00:14:48: Eine kurze Episode war ich sogar im Drachenverein und hab so getanzt.

00:14:52: Wow!

00:14:54: Ich war mal bei der Jugendfeuerwehr.

00:14:57: Ja, voll gut, Kessi!

00:14:59: Voll toll!

00:15:00: Genau, aber vor allem war Musik eher so meins und das ...

00:15:04: Und ja, hast du das vereinzelt für dich im Fund?

00:15:11: Also ich ... Die Feuerwerfer war für mich jetzt nie irgendwas, wo ich mich wirklich gesehen hab.

00:15:17: Das war eher ein Ding von da gibt man halt dazu, weil da sind halt alle dabei.

00:15:22: So... Und bei dem Trachtenverein, das war das gleiche Spiel.

00:15:27: Da waren auch alle?

00:15:28: Schon viele ja.

00:15:30: und vor allem in dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, da gab es irgendwie so ein paar Freundinnen im gleichen Alter und wenn die dann dabei sind, gibt

00:15:37: man Trachten.

00:15:40: Und so die Musik.

00:15:41: also Chor und verschiedene Bands hatte ich auch und das war glaube ich nicht so vereinig vom Ding ... Also einen Chor der glaub ich gleich dem noch so ein bisschen, da kommt er am nächsten hin.

00:15:54: Da waren wir nämlich auch, da haben wir auch so Fahrten gemacht und so ... Das ist so cool!

00:15:58: Und sowas hab ich halt vor gerne gemacht aber weil das wirklich mein Hobby war.

00:16:02: also Musik war einfach bei mir.

00:16:04: Ist es

00:16:05: jetzt auch noch?

00:16:07: Gerade zu wenig.

00:16:08: Ich sag's nicht, also ich habe extrem viel gesungen mehrmals die Woche immer irgendwie, ich hab Hochzeiten gesungen ganz viel einfach gesungen.

00:16:15: meine ganze Jugend war singen Und irgendwie würde das ein bisschen abgelöst.

00:16:18: Du hast einen großen Unterschied.

00:16:19: jetzt gerade so, ich habe ganz viel gesungen?

00:16:20: Ich hab Hochzeiten

00:16:21: gesungen?!

00:16:21: Okay, das ist echt ein Step!

00:16:23: Das ist ein

00:16:23: Step.

00:16:23: Ja... Also das ist ja wirklich krass.

00:16:26: Ja, ich würd auch sagen, ich war ganz gut.

00:16:30: Wenn du für Hochzeiten gebucht wirst.

00:16:32: Schade, dass das irgendwie aufwört

00:16:34: hat!

00:16:34: Ja ich muss mir das auch wieder mehr finden weil es fehlt mir tatsächlich auch.

00:16:38: Das kann ich nicht verstehen und zusammen singen im Chor ist ja total schön.

00:16:41: Ich hab mal gelesen, vielleicht stimmt's auch nicht aber ich hab mal gelesen, dass wenn man singt, kann man wohl keine Angst empfinden?

00:16:48: Ich weiß nur was Tourette Menschen mit Tourettes, wenn die singen das ja nicht haben.

00:16:52: Vielleicht ist das auch Quatsch, vielleicht sitzt mein Instagram-Webe.

00:16:54: Vielleicht erzählt Annemarie Quatsche.

00:16:58: Zwei Lügen ein Fakt.

00:17:00: Es braucht mir nur, was irgendwie sicher war.

00:17:02: Ist ein Stammtisch!

00:17:05: Was ist das eigentlich?

00:17:08: Okay aber es für dich schade, dass du dich mehr singst.

00:17:10: Dann kommen wir zur ersten Community-Frage und zwar würdest du wieder nach Schleswig-Holstein kommen wenn du deinen Hof mitnehmen könntest.

00:17:19: Ja... Und das liegt ... Das hat nichts mit der Uckermark zu tun.

00:17:22: ich könnte auf mal die willste Scheißbeispielin da Aber ich könnte irgendwo in einem Traum Destination sein.

00:17:27: ja Alleine, weil da meine Eltern sind.

00:17:31: Alleine war da meine Geschwister sind.

00:17:33: Meine ganzen Herzensfreunde sind aus diesem Grund alleine und diese Distanz, also wirklich die lokale Distanz ist manchmal so anstrengend.

00:17:41: Jedes Mal wenn ich meine Mutter sehe, jedes mal sage ich ... werden's doch nur zwei Stunden?

00:17:47: Das könnte man gut an einem Tag machen.

00:17:49: Aber wir wohnen wirklich vier Stunden auseinander, es ist schon eine Ritt und das ist nicht mal so ... Wenn du das einen Tag hin- und zurückfährst, dann bist du riechtkao!

00:17:58: Aber zwei Stunden hin, hast du mit einer Kaffeepause?

00:18:01: Dann bist du da und du bist einen halben Tag in der Fässerhause.

00:18:04: Ja also ich würd sofort machen.

00:18:06: ja.

00:18:07: Ich hab Martin auch schon gekniffen so hey warum is dein Hof hier?

00:18:10: Weißt du was soll das so ne?

00:18:12: So will ich sofort machen.

00:18:14: Denkst du, Martin wäre offen dafür damit zu gehen?

00:18:17: Auf alle Fälle.

00:18:18: Martin wär definitiv für er davon aus.

00:18:20: Martins Familie kommt ja auch aus Schleswig-Holstein.

00:18:22: Er hat da eine Verbundenheit mit Schleszig-Holtstein gemacht und hat mich dann kennengelernt.

00:18:28: Er versteht sich mit meiner Familie gut.

00:18:29: Ich glaube, er würde aufsagen, der wäre okay für ihn.

00:18:33: Und dann kam eine Frage ... von Sabrina, die jetzt irgendwie auch gut zu dem passt.

00:18:38: Dass du ja irgendwie.

00:18:39: wieso ist dein Hof hier?

00:18:41: Und zwar hast du Tipps bevor man auf den Hof der Schwiegereltern zieht wie man mit Ängsten umgeht dass es nicht klappen könnte.

00:18:48: Hattest du das da vornen?

00:18:49: Hattest du Angst?

00:18:50: Ja

00:18:51: ich habe schon ein Hofübergabe mitgemacht also ich hab mich schon erlebt.

00:18:56: Ich bin die weichende Erbin auf dem Betrieb von meinen Eltern gewesen.

00:18:59: Mein zweiter Elisabeth hat den Hof übernommen und ich hab ja selber erlebt, wie das ist ... wenn da ... dass eine Zeitendwende kommt so.

00:19:10: Von daher wusste ich ein bisschen was kommt aber ich war nicht darauf vorbereitet, wie es hier ist.

00:19:15: Also Tipps wären ... sich klar zu positionieren?

00:19:22: Also ganz ... Ich denke manchmal ist es einfacher, klare Kante zu zeigen so bis hierhin und nicht weiter.

00:19:30: Und auch klarzukomponizieren was einem die Prioritäten sind.

00:19:34: Das klingt jetzt erstmal so leicht.

00:19:36: Was sind denn die Priorität?

00:19:39: Dann der erste Step vielleicht erst mal zu wissen, was ist mir am wichtigsten?

00:19:42: Ist der Hof jetzt hier ... Weil das ja häufig noch ist dass meine Generationen auch mal diese Generationen würde ich jetzt aussagen also nicht unsere älteren Generation Da war der Hof schon hatte doch einen ganz anderen Stellwert.

00:19:54: Und wenn man in solch eine Familie kommt, in der Hof immer die Priorität ist ... Da muss man das schon vorwissen.

00:20:04: Weil dann kommen Enttäuschungen mit denen man gar nicht so vielleicht gerechnet hat.

00:20:09: Also... Dann ist der Hof ganz häufig wichtiger.

00:20:14: und dass die Angst kann ich da einem nicht nehmen?

00:20:17: Weil wenn die ältere Generation so war auch das berechtigt weiß es die Existenz davon hängt ganz viel ab!

00:20:25: Davon hängt es die Lebensgrundlage von den Kindern ab.

00:20:28: Von der fötzende Generation.

00:20:30: und der Hof, weißt du was ich mein?

00:20:31: Also das ist schon echt, kann doch richtig wichtig schwierig sein!

00:20:35: Und da kommt man glaube ich ein bisschen zum Prioritäten-Crash.

00:20:41: Die einen sagen, der Hof ist mir am wichtigsten, die anderen sagen, die Familie ist am wichtigste, andere sagen mir ist das am wichtigstens.

00:20:46: Und daraus kommt ganz viel... Also ich kann jetzt nicht kein exklusives Beispiel sagen, was da irgendwie schwierig wird.

00:20:54: Aber es zeigt sich ja doch dem eines das Wichtiger als das und dadurch kommt natürlich irgendwie das Krippanzen.

00:21:00: Wenn einer sagt, ich mach' das jetzt nicht, weil ich möchte zu meiner Familie gehen und der andere sich denkt, dass ist aber eigentlich viel wichtiger als seine Fall.

00:21:07: Also weißt du, was ich mein?

00:21:09: Das ist schon ganz schön heavy so!

00:21:12: Und ich weiß ... wenn man auf dem Hof gelebt, ich hab ja hier auch nur eine Zeit auf den Betrieb.

00:21:21: Ich bin hier nicht für immer!

00:21:23: Also ich hinterlass hier mal eine Spur auf diesen Betrieb aber irgendwann ist der nicht mehr meins und das ist ganz klar diese Wende hier?

00:21:31: Nicht für immer hier!

00:21:34: Dementsprechend weiß man natürlich auch nicht, was die Vorgegeneration hier geprägt hat.

00:21:38: Wenn du als Schwiegertochter irgendwo reinheiratest oder so, weißt du ja nicht, dass deine Schwigermutter, deinen Schwiegervater hier verändert haben, was sie für sich selber arbeiteten?

00:21:48: Und manchmal kannst du gar nicht so denken ... dann reißst du ein Baum raus oder sowas, weil der grad im Weg steht, wer gebraucht wird für irgendwas anderes und das verletzt.

00:21:58: Weißt du, was ich mein?

00:21:59: Also... Ich kann es dir gar nicht sagen, weil das ist so individuell.

00:22:04: Was da passiert auf dem Betrieb?

00:22:05: Was für eine Spur jeder Mensch auf diesem Hof lässt, dass man als Mensch der dahinein heiratet unwillkürlich Fehler machen wird und das ist echt scheiße.

00:22:16: Das ist ein echt scheiß Gefühl.

00:22:18: Kann ich dich gar nicht anders sagen, du kannst das alles gar nicht wissen.

00:22:21: Du räumst was auf oder willst was ... Dein Eigen machen, aber natürlich hat jemand davor das auch schon sein Eigen gemacht.

00:22:28: Also das ist wirklich ... Ich kann die Angst verstehen, aber das passiert und kann sich davon nicht ... Man sollte sich auch nicht verbiegen bis man selber nicht mehr kann.

00:22:38: Man sollte dich sagen, oh, dann mach ich daran lieber nichts?

00:22:42: Nee!

00:22:43: Da musst du es besprochen werden.

00:22:44: Meistens hier mit dem Haus also bei mir war das ja auch so hab ich schon ja auch schon mal erzählt, als mein Bruder mit seiner Frau da die Küche renoviert haben oder so.

00:22:56: Fällt den ein!

00:22:57: Also die hat meine Mutter da aufgebaut.

00:22:59: Aber ich kann noch nicht sagen nur für mich sollt ihr die Küchen nicht ... also das ist so Quatsch, ne?

00:23:04: Da ist es wieder die Gefühle des Gegenübers Da weißt du nicht, wo rein du trittst.

00:23:10: Du meintest, dass du's davor schon klar kommunizieren und priorisierst?

00:23:14: Hast du das wirklich schon gemacht bevor du hierher gezogen bist?

00:23:17: Nicht ich, Martin!

00:23:19: Das ist etwas, das hab' ich von Martin ... Ich würde immer wieder sagen, ich war der Wankendahre-Part.

00:23:27: Weil auch in so einer Familie groß geworden bin, erster Hof.

00:23:31: Erst die Tiere, erst die Maschine, erstes Land dann alles an.

00:23:34: Aber erst der Hof.

00:23:37: Martin hat sich mit allem, wie er aufgewachsener Gegengestellt war, gesagt.

00:23:41: Nein!

00:23:42: Nicht zuerst der Hof?

00:23:44: Nein, ganz sicher nicht.

00:23:45: Erst mal kommt das und das ... Und dann können wir über den Hof gehen.

00:23:49: Das hat mich extrem bewegt.

00:23:53: Ein junger Mann, Martin ist vier Jahre alt hergekommen, mit beiden Beinen.

00:23:58: Ich brauche das jetzt für meine Familie.

00:24:00: Das ist wichtiger als hier irgendwie auf dem Hof etwas zu erneuern.

00:24:05: zur ersten Rednerin.

00:24:06: Also es war bewundernswert zu sehen, wie er seinen Eltern gegenüberstand und gesagt hat, meine Familie, meine Frau sind meine Priorität.

00:24:16: Und nicht der Betrieb so.

00:24:18: Das heißt jetzt nicht dass man den Betrieb vernachlässigt.

00:24:20: Ich glaube da kommt immer schnell so ein Mix mit rein.

00:24:22: Nur weil man sagt eine Familie ist mir das Wichtige heißt es nicht ich hier auf dem Hof keine gute Arbeit mache.

00:24:25: Das muss man ganz klar differenzieren.

00:24:27: aber es bedeutet einfach, dass man in gewissen Dingen Abstriche macht.

00:24:33: Das heißt aber nicht, dass man da unwirtschaftlich mit wird oder dass man irgendwie was hat.

00:24:38: Man lagert etwas aus und lässt ein anderes was machen.

00:24:40: Man vertraut anderen Menschen die die Arbeit genauso machen können.

00:24:44: Ich muss nicht bei jeder Arbeit superweisen ich muss nicht immer dabei sein sondern ich sage dir du kannst das!

00:24:49: Und das hat Martin in einem ganz tollen Führungsstil wie ich empfinde.

00:24:56: zu unseren Mitarbeiterinnen, dass er da ganz klar ist.

00:24:59: Ich vertraue dir und du machst

00:25:00: das.".

00:25:01: Aber ich weiß auch, du wirst an, wenn was nicht klappt!

00:25:05: Und das alleine schon.

00:25:07: Zu Vertrauen?

00:25:08: Ihr macht das schon – ich nehme mich gerade zurück.

00:25:11: Hatte er das von seinen Eltern gelernt oder woher hat er das?

00:25:16: Bist du dann auch auf einen Hof gekommen, wo diese Prioritäten schon anders waren als auf deinem Ursprungshof?

00:25:22: Das kann ich schwer beurteilen, weil ich hier nicht groß geworden bin.

00:25:24: Ich kann jetzt nicht für die Geschwister von Martin reden, dass das immer so war.

00:25:29: Das will ich gar nicht beurteilten wie es hier war.

00:25:32: Ich könnte sagen, wie's bei mir war und ich glaube, für Martin war ganz unabhängig, wie es in seiner Kindheit war, ganz unobhängig wohin er in seinem Leben gegangen ist.

00:25:41: Also ganz unabhängig, ob es der Betrieb wäre oder irgendwas anderes.

00:25:43: Es wär immer gewesen für mich zuerst.

00:25:45: Das hat mir viel Angst genommen.

00:25:48: Weil ich wusste, dass er mit jeder Phase seines Körpers dahinter steht ... Aber ich war dann immer noch so, weil ich so groß geworden bin.

00:25:58: Und bis es irgendwann soweit war, nee, Martin, du hast komplett Recht.

00:26:02: Du bist eher mir irgendwie das Gefühl gegeben, ne?

00:26:04: Du hast ja komplett recht, Martin!

00:26:06: Dadurch klappt das so gut.

00:26:09: die Prioritäten so unangefuchtet sind.

00:26:11: Schwierig ist, wenn man immer wangt und inkonsequent ist.

00:26:16: Wenn man sagt, okay jetzt ist mir mal das wichtiger?

00:26:18: Aber jetzt auf einmal in der gleichen Situation ist mir doch das andere wichtiger?

00:26:22: Nee!

00:26:22: Schön ist es, dass wir sagen, das ist mir immer wichtiger.

00:26:24: Weißt du auch?

00:26:25: Also eine richtige Konstante, eine richtige Sicherheit, eine wichtige ... Auch Stärke, die er immer wieder bewiesen hat und sie nie eingeknickt ist.

00:26:34: Nein, das is mir immer richtiger.

00:26:36: Und mittlerweile Also mittlerweile ist das für Hinterfarkt keine mehr.

00:26:40: Absolut klar, absolut logisch eigentlich auch natürlich!

00:26:43: Seine Familie und deine ... ja voll... Aber als junger Mensch bist du unsicher.

00:26:49: Definitiv.

00:26:49: Vor allen Dingen als Part der Einheiratet.

00:26:52: Und du weißt nicht wie das vorher war?

00:26:53: Wie gesagt ich wusste es ja auch vorher nicht.

00:26:56: Da wird man konfrontiert mit ganz vielen Dingen die man nicht gedacht hat.

00:27:01: So und jetzt kommt die Werbung Gissi, was ist dein Goto-Spaßgetränk?

00:27:06: Das wechselt ihr mal.

00:27:07: Was sind da jetzt gerade?

00:27:08: Ich glaube aktuell trinke ich voll gerne Wasser einfach nur mit ein paar Scheiben Gurken und Eiswürfel.

00:27:14: Langweilig!

00:27:16: Was ist denn da

00:27:16: hin?!

00:27:17: Du, ich hab ja total Kombucha für mich entdeckt.

00:27:19: Beziehungsweise die ganzen Raw Getränker, die es von Völker gibt.

00:27:21: Kombucha und Wasserkifia.

00:27:23: Die sind bennig fermentiert also nicht erhitzt, wodurch die Mikroorganismen, die für den Darm so gesund sind, halten bleiben und deswegen stehen sie auch im Kühlregal.

00:27:31: Ich finde die einfach richtig gut, erfrischend und noch irgendwie besonders.

00:27:35: Klingt nach einer ganz guten Abwechslung zu Limus und vielleicht auch ein bisschen weniger Zucker?

00:27:40: Was gibt's denn da für

00:27:41: Sorten?!

00:27:42: Bei Raw Kombucha feier ich total Himbekkassis- und Ingwerlemmengrass!

00:27:46: Ja wir haben jetzt hier gerade Original... Genau

00:27:49: den gibst du nämlich auch!

00:27:51: Und beim Wasserkäfiger müsst ihr unbedingt Himbeer Rosenblut probieren!

00:27:55: Total lecker!

00:27:55: Klingt auf jeden Fall gut, ich glaub du hast aber noch einen kleinen Hinweis.

00:27:59: Genau ganz wichtig an alle Muddies!

00:28:01: Weil das Ganze natürlich fermentiert ist entsteht dabei ein ganz geringer Anteil Restalkohol.

00:28:05: Deshalb sind die Raw Produkte leider nichts für schwangere und stillende Aber für alle anderen?

00:28:09: Absolut der Empfehlung.

00:28:10: Den Link zu allen Sorten findet ihr wie immer in den Show Notes.

00:28:14: Vielen Dank an Vögel für die Unterstützung dieser Folge.

00:28:17: Das war die Werbung.

00:28:18: weiter geht's.

00:28:19: Jetzt meinest Du schon zweimal dass es ja nicht für immer sein wird.

00:28:24: Ähm,

00:28:26: wie fühlt sich das Wissen für dich an?

00:28:28: Toll.

00:28:29: Ja!

00:28:30: Ich kann halt gar nicht sagen... Es ist für mich irgendwie so eine richtige Befreiung, also dieses Gefühl hier zu sein und ich mache mir hier mein Leben schön mit den Kindern und wir haben uns gekippt halt Und dann irgendwann übernimmt es vielleicht ein Kind oder irgendwer anders.

00:28:43: Irgendwie geht der Hof weiter aber vielleicht nimmt er uns auch mit irgendwem.

00:28:46: Und danach haben wir noch mal ein anderes, weißt du?

00:28:48: So'n Best-Age Alive.

00:28:49: Wir holen uns so eine alte Mühle und bauen daran neuste Haus aus.

00:28:55: Für mich ist dieser Gedanke befreiend.

00:28:57: Ich bin letztes über den Hof gegangen mit meinen Kindern-Schar und hab gesagt was ist das Leben?

00:29:03: Ich weiß ich bin hier nicht mehr immer!

00:29:04: Das war einfach ein schönes Gefühl.

00:29:06: Meine Spur zu hinterlassen also das, was wir machen einen Hausbauen oder den Stahl, die wir neu bauen.

00:29:12: Das hinterlassen wir her und dann gehen wir und gucken was die neue Generation hinterlässt.

00:29:15: Ich freu mich jetzt schon drauf.

00:29:16: Ja, ich glaube das ist sehr selten ... Also ich kriege es selten mit zu dieses, dass man dann gerne all das was man erschaffen hat auch wieder loslässt.

00:29:26: Aber wofür erschaffst du's denn?

00:29:30: Das ist immer so.

00:29:31: meine Frage!

00:29:31: Wenn Du etwas erschaffsst,

00:29:32: versteh' ich

00:29:33: will ich auch voll aber wufür

00:29:35: denn?!

00:29:36: Also, dass du da ewig drauf sitzt oder was?

00:29:39: Nein das macht doch keinen Sinn.

00:29:40: Man schafft es doch gerade irgendwie zu denken... Ich denke manchmal an meinen Vater und okay ne ja ich weiß meine Mutter sagt auch ich ehnele Bauer Hemmelzu sehr verstehe ich aber der fährt manchmal mit seinem E-Weidemann.

00:29:52: weißt du der so elektrisch betrieben ist fertig über seine Lände rein und dann weißt Du wie wohnen alle in einer Reihe meiner Geschwister die wohn ein Haus, ein Haus und ein Haus.

00:29:59: Und dann fährt er da vorbei und freut sich und guckt sich das an und ist zufrieden Und er wohnt ja auch nicht mehr auf dem Hof, woher geboren ist.

00:30:06: Er ist ja auch ausgezogen und ich denke das ist einfach so ... Ja, das möchte ich auch.

00:30:11: Ich möchte einfach stolz darauf sein was ihr erschaffen habt ganz egal wer das denn macht aber einfach so dieses Gefühl und auch dieses Gefühl los zu lassen weiterzuziehen.

00:30:20: Loslassen zu können auch sagen zu können Das bin ich!

00:30:23: Das habe ich erschaffen, ja?

00:30:24: Aber darüber ende defiziere ich mich nicht der welch Bin.

00:30:30: Ich denke, da ist auch ein bisschen im Wandel gesehen.

00:30:33: In der neueren Generation hoffe ich zumindest dass diese Priorität des Hofes auf Nummer eins wie es in deinem empfindet?

00:30:38: Du kommst ja aus dem Branche gebürtig zumindest.

00:30:43: Ich glaube schon noch stark das so.

00:30:45: der Betrieb und vor allem einfach die Arbeit.

00:30:47: also du kennst es jetzt gerade auch im Sommer Es geht immer um Arbeit.

00:30:52: Also da habe Ich hab das schon noch viel mitbekommen.

00:30:58: Ich glaube aber auch, dass ... Mit unserer Generation jetzt zumindest ... Da erlebt man jetzt zumindest über Urlaub nach und so.

00:31:05: Also ich komm noch aus einer Familie, da gab's das.

00:31:08: Wir waren nicht im Urlaub.

00:31:10: Ähm ... Und da merkt man, ich find an so Kleinigkeiten schon, dass es ein bisschen was tut.

00:31:15: Dass man sich mehr frei halten für sich rausnimmt

00:31:17: und... Genau!

00:31:18: Und das man nicht nur der Hof ist.

00:31:20: Also, dass man sich nicht nur über die Hektar zahlt oder was weiß ich nicht identifiziert sondern dass es mittlerweile der Mensch so viel spannender ist, was hätten reicher ist als das, was er sein Unternehmen führt, sag' ich sowieso.

00:31:31: Voll!

00:31:32: Du meinest ja jetzt, dass du dann auch weiterziehen wirst?

00:31:34: Das heißt, für dich wär's auch wirklich denkbar nochmal weg aus der Okamark zu gehen?

00:31:38: Nein,

00:31:40: nein, nein!

00:31:40: Das hier ist die Heimat meiner Kinder.

00:31:43: Ich kann noch nicht diesen alle hier isolotisch gehen, das mache ich nicht!

00:31:49: Natürlich sind jeder Geburt ein Stück auch hier geblieben.

00:31:51: Also mit jeder Gebur... Eines von den Kindern ist ein Stück hier gebleiben und das kann ich ja nicht.

00:31:57: Nein, nein, ich bleib hier.

00:31:59: Ich bleibe hier in der Uckermarkt.

00:32:01: Das ist auch in Ordnung, ich lebe es ja!

00:32:02: Wirklich?

00:32:03: Wie findest du es denn hier so

00:32:04: schön?!

00:32:04: Also wir sind hier gerade durchgefahren und wir waren ja bisher fast immer im Winter hier.

00:32:09: die letzten Male war es ja immer noch kalt und da war es mir wirklich idyllisch.

00:32:14: Also das ist lustig weil wir machen ja voll auf zu einem Trend noch als Trend dieses Mal die Oka-Markt.

00:32:25: Weil das ja für viele Berliner vor allem, gerade so ein Ultra-Trend ist hierherzukommen.

00:32:30: und ich hab da lustigerweise heute am Aufnahmetag es ist Mittwoch gibt's eine RWB-Doku dazu.

00:32:38: kleiner Tipp Kommt heute raus, ich hab schon ein bisschen die Vorschau geguckt.

00:32:43: Etwa zweihunderttausend Menschen sind in den vergangenen zwölf Jahren aus Berlin in Brandenburgische Dörfer gezogen und ganz ... Wie heißt

00:32:49: sie Doku vom ABB?

00:32:50: Das gibt ja die dreißig schönsten Dinge der Uckermark.

00:32:53: Ja.

00:32:53: Ja, ratem mal wer dabei ist!

00:32:55: Ja, ich.

00:32:56: Echt

00:32:57: jetzt?!

00:32:58: Ich steh Ihnen so ein bisschen was erzählen!

00:33:00: Und du gehörst...

00:33:01: Die fänden Sie denn das Bolzenburger Schloss.

00:33:02: Ich sag toll, finde ich das.

00:33:05: Ich sitze als nicht Ucker-Märkerin, sitz ich da und darf etwas erzählen.

00:33:07: Weißt du,

00:33:08: was ich grad dachte?

00:33:09: Das ist

00:33:10: eines der

00:33:11: dreißig schönsten Dinge.

00:33:15: Ich hab's vielleicht auch falsch gephrased, aber es gab so einen Format mal die dreißige schönste Dinge in Berlin oder in Padsdarm und sowas alles.

00:33:24: Und dazu haben sie mich eingenaden, dass ich dazu was sagen soll!

00:33:27: Das war

00:33:28: nett.

00:33:28: Ich glaube, das ist es nicht, weil es ist wohl ganz neu jetzt.

00:33:31: Nee, dann haben die mich jetzt nicht gefragt!

00:33:33: Haben sie mich jetzt noch nicht wieder gefragt?

00:33:35: Schade.

00:33:36: Na ja... Entschuldigung, ich

00:33:37: hab dich voll komplett unterbogen.

00:33:38: Nein, ich wollte

00:33:38: da einfach auch nur so ein bisschen ... Die Uckermark ist ja zum Bisschen deine neue Wahlheimat und vielleicht kannst du ja da ein bisschen was dazu sagen zu diesem Trend.

00:33:47: So dieses

00:33:48: Die Berliner?

00:33:49: Ja.

00:33:50: Wie findest du es, dass das jetzt so fast

00:33:51: ... Du bekommst es richtig Salz in der Wunde oder drückst den Finger in die Wunde.

00:33:56: Berliner hier ist sehr kontrovers betrachtet denke ich.

00:34:01: Ist ein bisschen ein zweistandiges Schwert weil sie natürlich hier unglaublich viel Geld aus Land bringen.

00:34:06: Die renovieren hier die krassesten Räume runter, kommst in Gebäude bauen die wieder auf.

00:34:11: also wirklich Schapur an euch!

00:34:14: Nur es ist ja natürlich auch Kennt man die nicht.

00:34:20: Da sind sie in Dörfer, Brünne und ... Man sieht am Wochenende, da wir ein Auto vorstehen, aber ansonsten steht das Haus leer?

00:34:27: Ich rede jetzt so von Wochenend Berlinern.

00:34:29: Und das ist schon manchmal ein bisschen ... komisch, ne?

00:34:33: Weil dann v.a.

00:34:34: irgendwie auch so ein romantisiertes Dorfleben erwartet wird.

00:34:37: Also ich hol mir aus meinem Dorf, hol ich mir jetzt die Eier und die Milch.

00:34:40: Aber ich will das, aber reden will ich eigentlich nicht!

00:34:45: Und die bricht natürlich ... Viel Zündstoff immer mit.

00:34:49: Ist ja kein Geheimnis, dass Urbana und Provinz politische Richtungen sich auseinanderdevidieren.

00:34:57: Und dementsprechend ist das natürlich immer sehr schmerzhaft wenn man hört auf den Dorfs in anderen Nazis.

00:35:02: Das ist schon schwer!

00:35:05: Also, das muss ich schon sagen.

00:35:06: Sich dagegenzustellen und auch dagegenzusprechen.

00:35:09: Weil natürlich sind die, die Wahl ergeben ist, kannst du das nicht leuchten?

00:35:11: Das will ich auch nicht!

00:35:12: Aber es geht ein bisschen um diese Verallgemeinerung und um diese Sichtweise.

00:35:16: dann auch dieses so ... Die sind alle dumm auf dem Dorf und da hast du wie sind die absoluten Schlauenstädter, die hier irgendwie euch die Lösung bringen.

00:35:27: Und ich denke, da hat sich viel angestaut.

00:35:30: Viel, viel angestaunt darüber.

00:35:32: Vor allen Dingen wenn du dir denkst, manchmal komm ja... Manchmal kommen hier Leute aus Berlin mit dem Auto hergefahren und halten dann einen Mikrofon in der Hase.

00:35:39: Weißt du, was ich mein?

00:35:41: Das wirkt irgendwie wie so eine wilde Duru.

00:35:44: Ja aber das ist ja ... also das macht man einfach genauer nicht.

00:35:47: Es ist einfach übergriffig.

00:35:48: Ja komplett!

00:35:49: Aber sowas gibt es solche Formate ne?

00:35:51: Also das ist schon ein bisschen wild so manchmal.

00:35:54: Naja... Ich feier jetzt wieder zurück nach Berlin.

00:35:57: Ja, da möchte ich noch einsatz zu sagen.

00:36:00: Weil das ist mir jetzt wichtig, weil ich empfinde mich als unglaublich privilegiert, dass ich das Laute suchen darf und es ruhig hab.

00:36:08: Ja ... ja wir machen's halt andersrum.

00:36:11: Wir haben das

00:36:12: laute und suchen manchmal das ruhige.

00:36:15: Wie laut ist es dann so?

00:36:17: Laut!

00:36:17: Also Berlin ist schon laut.

00:36:19: Nee, ich habe eine sehr ruhige Straße

00:36:21: und

00:36:22: gerade im Gerüst von meinem Fenster deswegen ist es ein bisschen lauter.

00:36:25: Und dann wachst du so auf und sitzt da der erste Handwerk aber zu.

00:36:29: Guten Morgen!

00:36:31: Stimmt, da war was.

00:36:33: Aber grundsätzlich ... Berlin ist schon eine laute Stadt?

00:36:37: Ich mag das auch, ich musste mich dran gewöhnen und ich merke schon auch dass ich mich seitdem ich da wohne immer mehr freue wenn ich dann zum Beispiel meine Eltern am Land besuche, wenn ich mal rausfahre.

00:36:50: Ich fahr ganz viel Fahrrad und ich fahr einfach viel auf's Land.

00:36:54: Aber ich hab nur kein Wochenendehäuschen in der Uckermache.

00:36:58: Ich sag dir Bescheid, wenn hier was frei wird.

00:37:00: Zum selber renovieren?

00:37:01: Ja zum selber renoviert!

00:37:02: Aber hast du denn jetzt schon Wurzeln in Berlin geschlagen?

00:37:05: Oh nee ich glaube das wäre ... also ich wohne da jetzt fünf Jahre.

00:37:09: Ab zehn ja ein bisschen Berliner oder?

00:37:12: Ich glaube nicht.

00:37:14: Eine

00:37:14: Station ist in deinem Leben.

00:37:16: Das kann ich noch gar nicht sagen.

00:37:17: Ich glaub da bin ich sogar offen aber dass mit dem Wurzeln schlagen das dauert lang und je älter ich werde Dass du mehr merk ich auch, dass ich schon viel Bayern in mir hab.

00:37:31: Also vor allem was so ... Wie du gesagt hast, die Familie ist da halt einfach?

00:37:36: Und es gibt so ... Weißt du, wenn man so Teenager is oder so Anfang zwanzig, dann ist irgendwie so eine Harmonika und irgendeine Blasmusik.

00:37:46: denkst du dir so ... Aber eigentlich ist es

00:37:48: doch extrem

00:37:50: schön, dass es das gibt!

00:37:52: Nein, da kommen

00:37:54: keine drin.

00:37:56: Es ist total schön!

00:37:57: Das fehlt mir manchmal im Berliner.

00:37:59: Da gibt es ja sehr wenig Tradition und ich würde jetzt auch nicht sagen dass ich ein Verfechter von Tradition bin und man muss da auch aufpassen weil es

00:38:06: auch gefährlich

00:38:08: werden kann.

00:38:09: aber grundsätzlich es gibt einfach so dieses Zusammengehören da und das finde ich auch schön.

00:38:14: Ich war letztes Jahr in einer Hütte in den Bergen wandern und da haben wir eine Nacht verbracht.

00:38:19: Da haben wir viele Instrumente mit hochgeschleppt.

00:38:22: Keine Ahnung, wie sie das gemacht haben.

00:38:24: Dann war Abend in dieser Hütte und dann sitzen hundert fremde Menschen da zusammen und kriegen alle das gleiche Essen, wenn man auf einer Hütta ist.

00:38:31: Und dann spielen die was ... Das

00:38:35: ist voll schön!

00:38:36: Ich bin auch gehört von der Geschichte.

00:38:37: Das ist echt voll schön?

00:38:38: Ja doch.

00:38:39: Genau.

00:38:40: Das hast

00:38:40: du in Berlin nicht, ne?

00:38:42: Es gibt ja schon auch Traditionen, die es halt anders und seltener

00:38:47: sind.

00:38:49: Und ändert sich wahrscheinlich auch immer wieder.

00:38:50: Ja,

00:38:50: vielleicht sogar schon bis nächste Woche!

00:39:00: Okay, bis dies Woche!

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